Konstantin Wecker unterstützt united heartbeat


 
 Foto: Thomas Karsten

Foto: Thomas Karsten

Ich finde es großartig, dass united heartbeat Musikerinnen und Musikern die ihre Heimat verloren haben hilft, wieder Musik zu machen und ihnen Instrumente zur Verfügung stellt.
Kulturelle Reinheit ist eine Illusion, habe ich in meinem Buch „Dann denkt mit dem Herzen“ geschrieben, und die führte bei uns zur schrecklichsten Diktatur der Menschheitsgeschichte. 

Und sie ist öde und langweilig, diese kulturelle Reinheit.

Ich durfte mit afghanischen Musikern zusammenspielen, die vor den Taliban fliehen mussten, mit irakischen Musikern, die vor den Bomben der Amerikaner geflüchtet waren, mit Musikern aus Kamerun und dem Iran, Argentinien, Brasilien und Israel, mit schottischen, irischen, englischen, italienischen, griechischen und amerikanischen SängerInnen und MusikerInnen, grandiose Talente, die mein musikalisches Universum bereicherten und belebten. Was ich von ihnen gelernt habe, werde ich nie vergessen und ich bin unendlich dankbar für diese Begegnungen.

Man stelle sich die kulturelle Landschaft in Deutschland vor nach der Machtergreifung der AfD: volkstümelnde Schlageridiotie, ab und zu unterbrochen durch teutsches Hojotoho – Gebrüll. Zum Gruseln.

Vor kurzem haben wir - bayrische Musiker zusammen mit Flüchtlingen aus Afghanistan, Syrien und Afrika – im Münchner Hofbräuhaus gejammt und gerockt, dass es eine wahre Freude war. 

Hier konnte man erleben, wie spannend und herzerwärmend „unreine“ Kultur ist.
Halt ma uns inwendig warm – gerne mit neuen Instrumenten dank united heartbeat und allen, die das Projekt unterstützen, auf welche Art auch immer!

Konstantin Wecker